Kleine Typenkunde: Das Zelt


Sie wollen zum Zelten? Los geht’s!

Entscheiden Sie sich zunächst, welcher Zelttyp am besten zu Ihnen passt. Und fangen Sie dafür zuerst mal mit Ihrer persönlichen Wunschliste und einigen Überlegungen an.

Unsere kleine Zusammenstellung gibt Ihnen eine erste Hilfestellung und zeigt, was man überlegen sollte, bevor es los geht. Natürlich können wir aber den Gang zum Fachhandel und die eigene Recherche nicht komplett ersetzen – das würden wir Ihnen dringend empfehlen, denn nur so finden Sie das Zelt, das am ehesten zu Ihnen passt. Viel Spaß dabei, denn das Planen gehört auf jeden Fall schon zum Urlaub.

Die Finanzen

Sparen Sie nicht am falschen Fleck. Wer sich aktiv für (s)ein neues Hobby entscheidet und sich im Urlaub auch etwas gönnen möchte, sollte etwas dafür anlegen. Schließlich will niemand, dass beispielsweise schlechtes Wetter zum Urlaubskiller wird oder die Erholung durch Streit um den – zu geringen – Platz im Zelt flöten geht.

Sie wollen es erst mal probieren? Dann tut es auf jeden Fall auch ein Zelt vom Discounter – sie werden schnell merken, an welcher Stellschraube Sie noch nachjustieren müssen, damit der Urlaub zum Vergnügen wird.

Das Wetter

Natürlich möchte man im Urlaub auf jeden Fall bestes Wetter haben – bloß es klappt nicht immer. Und wenn es länger regnet, dann wird es schnell ungemütlich. Leichter hat es da generell jemand, der auf einem Campingplatz zeltet und bei schlechtem Wetter die dortigen Einrichtungen, wie das Platzrestaurant, Aufenthaltsräume, Fitness-Räume und Einrichtungen, wie Hallenbäder oder Sauna nutzen kann. Und das sind nur einige Beispiele. Dort muss man sich also nicht die ganze Zeit im Zelt aufhalten.

Aber irgendwann geht es doch zurück und dann ist es durchaus gut, wenn Sie beim Kauf Ihres Zeltes auf die Wassersäule geachtet haben. Diese Angabe definiert den Wasserdruck in Millimetern, dem ein Material auf einem Quadratzentimeter standhält, bevor es drinnen nass wird. Natürlich denkt jetzt jeder, diese Angabe sollte generell so hoch wie irgendwie möglich sein. Das stimmt aber nicht ganz, denn manche teuren Zelte haben eine niedrigere Wassersäule als günstigere Zelte.

Warum? Der Grund dafür liegt in der Beschichtung des Zeltstoffes. Zelte mit einer Silikon-Beschichtung (SI-Beschichtung) brauchen eine geringere Wassersäule, weil Silikon glatter und strukturell dichter als Polyurethan ist, aus dem Zelte sonst hauptsächlich hergestellt werden. Außerdem ist es UV- und alterungsbeständiger. Es hält also mehr aus. Eine Polyurethan-Beschichtung verändert sich mit der Dauer der Benutzung. Die Wassersäule muss also höher sein. Eine Silikon-Beschichtung erhält sich dagegen über die Nutzungsdauer bei guter Pflege fast konstant.

Es gilt außerdem, Außenzelte brauchen eine weniger intensive Beschichtung als der Zeltboden. Auf ihm kniet man, hier sammelt sich der Sand – und vieles mehr, was man von außen mit reinbringt. Insgesamt sind der Druck und der Abrieb, der auf ihn ausgeübt wird, höher als auf ein Außenzelt. Insofern ist schon mal eins wichtig: auch Zelte wollen gepflegt werden.
Optimalerweise packt man sie nach dem Urlaub zusammen, wenn sie trocken sind, und kehrt sie vorher auch sorgfältig aus. Klappt das nicht, weil es regnet, dann muss man sein Zelt unbedingt daheim zum Trocknen nochmal aufbauen. Sonst hat man nicht lange Freude dran.

Kleiner Tipp: Es lohnt sich durchaus, nicht nur das Zelt aufzustellen, sondern sich auch zusätzlich für eine Zeltunterlage zu entscheiden. Die schützt den Zeltboden und erhöht damit durchaus die Lebensdauer Ihrer neuen mobilen Wohnung. Und außerdem sollte man vor dem ersten Einsatz unbedingt daheim schon mal üben, das Zelt aufzustellen, denn es ist mit Sicherheit immer irgendwie zu spät und schon dunkel wenn man ankommt und da muss es dann schnell gehen …

Die Zelttypen

Dontpanic, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

1. Geodät, 2. Kuppelzelt, 3. Tunnelzelt, 4. Firstzelt, 5. Pyramidenzelt

Kuppel- oder Igluzelt

Wurfzelt

Tunnelzelt

Geodät

Firstzelt / Pyramidenzelt

Einbogenzelt

Tarp

Biwakzelt

Autodachzelte

Zeltanhänger oder Faltcaravan:

Quelle: Wikipedia

© 2022 Deutscher Camping-Club e.V.