IMG_0011Der Deutsche Camping-Club, Deutschlands Camping-Fachverband hat nachfolgend 10 Tipps für Camping-Anfänger zusammengestellt. Sie machen deutlich: Camping ist eine familienfreundliche Urlaubsform, bei der sich wirklich alle Interessen verwirklichen lassen. Nur eins ist Camping ganz bestimmt nicht: Langweilig!

 

  1. Seien Sie im Interesse Ihrer Erholung kreativ, auch wenn Sie bislang noch nicht beim Campen waren: Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, ohne komplizierte Anreise, Ferien auf einem Campingplatz zu machen. Auskunft und Adressen gibt es u.a. im DCC Campingführer Europa, der im Buchhandel erhältlich ist oder unter www.3in1campen.de.

     

  2. Beziehen Sie in die Urlaubsplanung alle Familienmitglieder mit ein. Jeder darf sagen, was er im Urlaub gerne machen möchte. Dann wird – gemeinsam – der Campingplatz gewählt.

     

  3. Planen Sie auch im Vorfeld schon Aktivitäten für ein oder zwei Schlechtwettertage. Selbstverständlich bekommt man heute aktuelle Informationen zu allen Ausflugszielen an der Campingplatzrezeption – wenn man sich aber vorher schon schlau gemacht hat, geht’s schneller, sich auf ein gemeinsames Programm zu einigen.

     

  4. Die Anreise/Unterkunft: Wenn Sie sich für Ihr Reiseziel entschieden haben, ist als nächstes die gewünschte Unterkunft dran. Erkundigen Sie sich generell vorher, ob Ihr Führerschein die Fahrt auch möglich macht, wenn Sie ein Fahrzeug mieten möchten. Alle die, die den Führerschein vor 1999 erworben haben, können alle Fahrzeugkombinationen fahren. Diejenigen, die noch jünger sind, sollten mit den neuen Führerscheinklassen B und BE die gängigen Kombinationen abgedeckt haben. – Sie mieten sich ein geeignetes Wohnmobil. Aber Vorsicht, warnt der DCC: Liegt der gewünschte Urlaubszeitpunkt in der Ferienzeit, kann es durchaus schwer werden, kurzfristig Fahrzeuge zu mieten. Auch sollte man das Wohnmobil nicht erst dann abholen, wenn man wegfährt, man sollte sich 1-2 Tage Zeit geben, damit sich alle die, die damit fahren sollen, an die veränderten Abmessungen gewöhnen – und außerdem dauert es ja auch noch einige Zeit, bis alles das, was mit soll, im Wohnmobil verstaut ist. Tipp: Weniger ist mehr: Wohnmobile haben viele Stau-, aber in der Regel nur begrenzte Zulademöglichkeiten, die, modellabhängig meist im Bereich zwischen 200 und 800 kg liegen. Und die Polizei kontrolliert – gerade in der Ferienzeit – auf diesem Gebiet verstärkt. – Sie entscheiden sich für einen Caravan. Dafür muss aber ein geeignetes Zugfahrzeug mit Anhängerkupplung vorhanden sein. Auch hier gilt: Caravan rechtzeitig abholen, Gespannfahren muss man vor allem als Anfänger unbedingt üben. Ansonsten hat man bei der Anreise mit dem Caravan den Vorteil, dass man vom Campingplatz aus mit dem Zugfahrzeug zu Ausflügen starten kann, und der Caravan bleibt stehen. – Sie sagen, das ist alles nichts, aber campen möchte ich doch einmal! Auch das ist möglich: Campingplätze vermieten häufig Standcaravans. Die stehen fest auf den Campingplätzen, sind bis zu einem gewissen Grad auch bereits ausgestattet (vorher erkundigen, was vorhanden ist) und geben Ihnen die Gelegenheit, das Camping-Feeling live zu genießen, ohne sich auf das Fahren einlassen zu müssen. Eine weitere Alternative: Hütten und Mobilheime. Auf immer mehr deutschen Campingplätzen gibt es diese geräumigen und komfortablen Urlaubsunterkünfte. Man versorgt sich selbst, hat seinen eigenen Sanitärbereich und kann aber trotzdem das Campingleben genießen. Das Zelt, mit dem in den 50er Jahren die Campingbegeisterung der Deutschen startete, hat seit damals ebenfalls nicht ausgedient. Es ist leichter geworden, aus High-Tech-Materialien gefertigt und hat seine Fans unter den Campern. Ideal, wenn man Camping ausprobieren möchte. Wenn man keine allzu hohen Ansprüche an die Qualität des Zeltes stellt und den Einsatz auch nur bei schönem Wetter erwartet, sind Zelte vom Discounter eine kostengünstige Alternative. Wenn man plant, länger und öfter zu campen und damit rechnet, auch mal schlechtes Wetter überstehen zu müssen, dann sollte man auch hier entsprechend mehr investieren. Dennoch ist das Zelt die kostengünstigste Möglichkeit, im „Eigenheim“ Campingurlaub zu machen.

     

  5. Die Platzwahl:  Wie oben bereits angedeutet: Alle entscheiden mit. Camping ist eine familienfreundliche Urlaubsform, bei der die Wünsche aller Beteiligten, gleich welchen Alters, einfließen sollen. Um sich über die Platzausstattung und das Angebot klar zu werden, hilft der DCC Campingführer Europa und der Klick auf www.3in1campen.de .

     

  6. Der Campingplatz:  Ein Campingplatz ist häufig ein kleines Universum für sich. Wo in der Hauptsaison, je nach Platzgröße, schon mal einige tausend Menschen zusammen kommen können. Hier ist ein gewisses Maß an Rücksicht selbstverständlich. Um all das in entsprechende Bahnen zu lenken, gibt es die „Campingplatzordnung,“ weiß der Deutsche Camping-Club – was sich zunächst mal viel schlimmer anhört, als es eigentlich ist. Über ihren Inhalt sollte man sich an der Platzrezeption schon bei der Anreise informieren.

    2011-05-08 Mannschafts-Boule-Rallye 

  7. Der Urlaub:  Camping soll für alle Beteiligten zum Urlaub werden. Dass funktioniert nur, wenn sich jeder auf dieses kleine Abenteuer einlässt. Es darf beispielsweise nicht sein, dass während des ganzen Urlaubs nur einer für Kochen und Abspülen zuständig ist, nur weil es daheim immer so ist. Beim Campen macht man alles gemeinsam. Campen ist ein Synonym für „Gemeinsamkeit“ – das macht in der heutigen Zeit für viele begeisterte Anhänger einen großen Teil des Charmes dieser Ferienform aus.

     

  8. Die Ausflüge:  Ein Campingurlaub heißt nicht, dass man sich für die Dauer des Aufenthalts auf seinem Stellplatz verbarrikadiert! Camper sind mobil, ob mit dem Fahrrad oder zu Fuß, ob mit dem Auto oder, vom Platz aus, mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

     

  9. Warum eigentlich Camping? Camping ist ein familienfreundlicher Urlaub, der aber durchaus auch Alleinreisenden, Singles und Jugendgruppen Freude bereitet. Camping ist heute in ganz Europa mit erheblichem Komfort möglich, kann aber auch ganz einfach und fast direkt vor der Haustüre, als „kleine Flucht aus dem Alltag“ stattfinden.

     

  10. Campingplatz oder Stellplatz? Gerade für Anfänger sind Campingplätze empfehlenswert. Hier hat man, so der DCC, die Infrastruktur, die über die kleinen Anfänger-Probleme hinweghilft und die beste Gelegenheit für Familienferien. Ein Stellplatz außerhalb von Campingplätzen ist häufig für Caravangespanne gar nicht zugelassen und meist auch nicht so umfassend ausgestattet, wie ein Campingplatz. Ein Aufenthalt im Wohnmobil empfiehlt sich hier vor allem dann, wenn vor Ort nur ein kurzer Stopp geplant ist. Ein Zelt auf dem Stellplatz ist tabu, auf dem Campingplatz aber willkommen.

Cpd